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Das Gegenteil von Mut ist nicht Angst

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die meisten Menschen ab einem bestimmten Alter nichts Bedeutendes mehr dazu lernen? Das sie an einem Punkt im Leben Stillstand erleiden, ohne den Drang noch ernsthaft zu wachsen.

Woran liegt es, dass der Enthusiasmus und das Feuer vergangener Tage plötzlich erloschen sind? Das die Kindheitsträume begraben wurden, ohne je das Licht der Welt erblickt zu haben? Ich kann es Ihnen sagen:

Die Menschen haben sich zu Mitläufern entwickelt

Sie sind zu einem der Schafe geworden, das blind dem Leitschaf folgt. Ohne zu wissen was und warum sie da eigentlich tun, folgen sie einfach stur der Masse. Sie tun einfach das, was alle anderen ihnen vorleben. Schließlich kann das was die Mehrheit macht, ja nicht so verkehrt sein, oder?

Dieses Verhalten der sozialen Bewährtheit hat sich im Laufe der letzten Jahrtausende als hilfreiches Werkzeug etabliert. Wer dasselbe tut wie alle anderen, wird auch dieselben Ergebnisse erzielen. Sind diese positiv, dann ist dieses Verhalten durchaus angebracht. Nur wenn die Mehrheit voll von Ängsten und Sorgen ist, dann wird es höchste Zeit umzudenken.

Würde Sie sich in ein Taxi setzen, wenn Ihnen der Fahrer vorher sagen würde, dass er das Ziel gar nicht kennt? Ihre Antwort wäre mit Sicherheit ein klares „Nein“. Warum geben aber so viele Menschen das Steuer ihres Lebens so einfach aus der Hand?

Leben auf Autopilot

Die Antwort auf diese Frage ist schnell gefunden: Es ist einfach und bequem. Man braucht sein Verhalten vor niemanden zu rechtfertigen, denn man benimmt sich wie alle anderen. Begangene Fehler können kleingeredet werden, da die meisten Menschen die gleichen Probleme haben. Man hat sein Leben mehr schlecht als recht im Griff, kann sich aber zusammen mit dem Rest der Welt bedauern.

All die Generationen vor uns, haben auf das heutige Zeitalter hingearbeitet. Nun da wir in der reichsten und ergiebigsten Epoche leben, gelingt es der Masse einfach nicht, frei und unabhängig von anderen Menschen und Umständen zu werden.

Dieses ganze Scheitern führt uns immer wieder zurück zur Quelle: „Es wird der Fehler begangen sich der Masse anzuschließen.“ Alle bedeutenden Persönlichkeiten der Geschichte haben eines gemeinsam: Sie waren Individualisten. Einmalig zu sein, heißt nicht ein besonderes Talent zu besitzen, sondern eigene Entscheidungen zu treffen, unabhängig von äußeren Meinungen und Trends.

Rollo May liefert uns hierzu die wohl treffendste Aussage:

„Das Gegenteil von Mut in unserer Gesellschaft ist nicht Feigheit. Es ist Mitläufertum.“

Feigheit ist in den meisten Fällen auch nichts weiter, als die Angst vor den Meinungen anderer einen Fehler zu begehen, sich „scheinbar“ bloßzustellen und eine unvergessliche Niederlage zu erleiden. Somit könnte Mitläufertum auch als Synonym für Feigheit verwendet werden. Hier den Weg des geringsten Widerstandes einzuschlagen, stellt für die Mehrheit leider die richtige Entscheidung dar.

Um große Erfolge zu feiern, bedarf es aber gerade dieses Mutes neue Wege zu betreten. Es ist an der Zeit die Herde zu verlassen. Damit möchte ich nicht sagen, dass Sie von allem genau das Gegenteil tun sollen. Verhaltensweisen, die hervorragende Ergebnisse  bewirken, müssen nicht auf den Kopf gestellt werden. All die Dinge, die unzureichende Resultate erbringen, werden jedoch auch nicht Richtiger, nur weil sie 90% der Bevölkerung auf die gleiche Art und Weise erledigen.

Mein Tipp:

Wenn Sie Ihnen bewusst wird, dass Sie gewisse Dinge nur tun, weil diese aufgrund der Massenwirkung für Sie bisher als richtig galten, dann haben Sie jetzt die Macht, diese entsprechend Ihrer Vorstellungskraft und Ideen umzusetzen.

Sollte Ihnen eine Idee kommen, wie Sie verschiedene Herausforderungen in Zukunft anders bewältigen könnten, und Sie benötigen dazu einen Rat, dann fragen Sie bitte nur fachkundige Leute nach deren neutraler Meinung. Familie, Freunde und Bekannte werden Ihnen nur weiterhelfen können, wenn diese nicht selbst ein solches Herdentier sind, das zu Allem „Ja“ und „Amen“ sagt, was die Masse gerade für richtig hält.

Lernen Sie bestehende und verbesserungswürdige Verhaltensweisen in Frage zu stellen! Erkennen Sie, dass das neue Vorgehen eines Einzelnen ganze Welten alter Vorstellung bereits zum Fall gebracht hat!

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