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Mehr Lebensstandard, mehr Zufriedenheit? Teil 2

Dieser Artikel bildet den zweiten Teil der Artikelserie „Mehr Lebensstandard, mehr Zufriedenheit„. Er klärt, woran es uns mangelt, wenn wir trotz höheren Konsums eher unzufriedener werden. Und was wir tun können, um uns aus dieser Lage zu befreien.

Dankbarkeit: Fremdwort im 21. Jahrhundert?

Unser Problem besteht darin, dass wir all die Dinge zu gering schätzen, die wir bereits besitzen. Es fehlt uns einfach an Dankbarkeit!

Abgesehen davon, dass ihr 6 Monate „alter“ Schreibtisch ein paar Kratzer hat, erfüllt er seine Aufgabe doch noch genauso zuverlässig wie am ersten Tag, oder? Anstatt sich für 200€ einen neuen zu kaufen, der uns kurzzeitig ein angenehmes Gefühl verschafft, könnten wir dieses Geld auch anonym spenden.

Stellen Sie sich vor, was das für ein Gefühl in ihnen auslösen würde! Auf den ersten Blick haben Sie zwar 200€ weniger auf dem Konto, doch der ein Leben lang anhaltende Gewinn ist um einiges größer. Probieren Sie es aus!

Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die in der Summe den alles entscheidenden Unterschied machen. Sie entscheiden letztlich über Sieg oder Niederlage.

Es gilt die richtigen Dinge richtig zu verändern

Ich bin der größte Anhänger, sobald jemand sagt: „Leben heißt Veränderung“. Doch indem Sie die falschen Dinge richtig tun, wird es ihnen auch nicht besser gehen.

Solange wir Lebensstandard und Lebensfreude  synonym verwenden, werden wir nie dauerhafte Zufriedenheit erfahren. Der Lebensstandard ist ein Teil ihres Lebens, MEHR aber auch nicht!

Nehmen Sie die rosarote Brille ab!

Konzentration ist wichtig. Ein blinder Fokus auf eine Sache, die lediglich ein Teil des Ganzen ist, kann aber auch nur ein Teil des „Problems“ lösen. Es ist so, als hätten Sie zwei kaputte Reifen, würden einen flicken, und sich dann wundern, warum Sie immer noch nicht so richtig vorankommen.

Nur weil die meisten dazu neigen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die Sie nicht besitzen, müssen Sie es diesen Leuten doch nicht gleich machen. Oder sind Sie auch bloß ein Schaf?

Konzentrieren Sie sich auf die Gegenwart und schätzen Sie all die Dinge, die Sie bereits besitzen!

Zu versuchen, etwas in ihr Leben zu holen, indem Sie dessen Abwesenheit beklagen und damit nur negative Gedanken verbinden, ist nicht gerade die motivierenste Methode.

Sie haben fließendes Wasser? Herzlichen Glückwunsch, dann geht es Ihnen in dieser Beziehung besser als 2/3 dieser Welt.

Der Vergleich mit anderen, wozu?

Früher habe ich mich oft mit Leute verglichen, denen es schlechter als mir ging. Bis vor einiger Zeit schaute ich zu denen auf, die es meiner Meinung nach besser hatten und nahm mir diese zum Vorbild.

Vorbilder sind wichtig. Sie zeigen uns, was (mindestens) möglich ist; sie kennen Abkürzungen; haben (für uns) Fehler gemacht, aus denen wir lernen können, ohne sie selbst zu begehen; doch eines verraten Sie uns nicht:

Was ist genug? Wann hören wir endlich auf, nach „MEHR“ zu schreien?

Nun, diese Frage können Sie stellen, wem Sie wollen, die Antwort kann Ihnen nur eine Person geben – Sie selbst! Jeder sieht die Welt durch seine Augen. Genauso individuell sind auch die Vorstellungen eines erfüllten Lebens.

Zufriedenheit in Abhängigkeit

Die eigene Zufriedenheit im Vergleich mit anderen zu suchen, bringt rein gar nichts. Sind Sie der Meinung, dass es Ihnen im Moment besser geht als ihrer Vergleichsperson, so sind Sie guter Dinge. Sobald die andere Person ein besseres Leben führt, fühlen sie sich schlecht.

In beiden Fällen hat sich lediglich die Situation der anderen Person geändert. Nun meine Frage: Was hat das mit Ihnen zu tun? Haben die Veränderungen im Leben der anderen Person irgendwelchen Auswirkungen auf ihr Leben?

Meiden Sie solche Vergleiche, sonst enden sich irgendwann als Spielball des Lebens, abhängig davon, was andere denken, sagen und tun! Dieser scheinbar einfache Weg stellt sich am Ende als der wirklich schwierige heraus.

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