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Endlich wieder unzufrieden

In jedem Augenblick des Tages absolut motiviert zu sein, ist zwar ein durchaus wünschenswertes Ziel, von der Realität ist es jedoch weit entfernt. Dass starke Motivation kein Dauerzustand ist, wissen wir alle. Um diesen Zustand aber möglichst oft zu erleben, sollten wir ihn zuvor verstehen lernen.

Leider ist bereits das Bild beständiger Motivation bei einigen völlig verzerrt. Dabei steckt die Lösung schon im Begriff selbst: Zur Motivation benötigt man ein MOTIV! Ein Motivator besteht entweder darin, dass wir uns auf etwas Wünschenswertes hinbewegen oder uns von einem unangenehmen Zustand entfernen wollen. Letzteres bildet meiner Erkenntnis nach die stärkere Motivation. Ist aber wie ich finde, der falsche Ansatz.

Motivation durch Angst

Gefühle wie Angst und Sorge bewegen uns aus einer negativen Motivation heraus zum Handeln. Die Ergebnisse, die ein solcher Antrieb erzeugt, sind nie optimal. Man versucht Probleme zu beheben, anstatt diese bereits im Voraus zu vermeiden. Man ist zu einer Reaktion gezwungen, ob einem das nun gefällt oder nicht.

Dieser Zwang bildet gleichzeitig auch die enorme Stärke der Motivation. Ein Raucher, der von seinem Arzt mitgeteilt bekommt, dass er sein Bein verlieren wird, wenn er nicht sofort mit dem Rauchen aufhört, wird stärker motiviert sein, als ein Raucher, der von  diesen Folgen noch weit entfernt ist. Der erste Raucher besitzt nun die Motivation sich von etwas wegzubewegen. Beim Letzteren ist das Motiv noch nicht groß genug, auch wenn er weiß, dass rauchen ungesund ist.

Positive Motivation

Das zweite Motiv Ehrgeiz zu entwickeln, besteht darin, dass wir uns auf einen erstrebenswerten Zustand hinbewegen möchten. Die Motivation ist hier positiver Natur. Genauso wie das Ergebnis bedeutend besser und positiver sein wird, als wenn wir von Angst getrieben werden. Anstatt defensiv zu reagieren, können wir nun AKTIV handeln.

Eine solche Motivation kommt von innen und wird nicht durch äußere Umstände wie Krankheiten bestimmt. Genau hierin liegt auch die Schwierigkeit: Das Motiv ist bei weitem nicht so leicht erkennbar wie bei einer negativen Motivation. Manchmal ist das Problem noch nicht einmal vorhanden. Wir handeln also präventiv (vorsorgend) – Eine typische Quadrant II Aktivität.

Glücklich und unmotiviert

Wenn im Leben alles bestens läuft und wir all unsere Ziele verwirklicht haben, dann ist die Motivation am geringsten. Die Motivation, welche uns zu diesen Leistungen beflügelt hat ist verschwunden, sie hat ihre Aufgabe erledigt. Das fehlende Motiv hält uns nun von weiteren Erfolgen fern.

Sie haben sich zurück in Ihre Komfortzone begeben. Und das ist tödlich! Anstatt sich auf den Lorbeeren aufzuruhen, ist es jetzt an der Zeit sich neue, anspruchsvolle Ziele zu setzen. So wichtig es ist, seine Siege zu genießen, von ebenso großer Bedeutung ist es auch, neue Herausforderungen zu wagen, denn:

Ohne Motiv keine Motivation!

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