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Kennen Sie Ihre Stärken?

Wussten Sie, dass nur 20% aller Beschäftigten das Gefühl haben, jeden Tag das zu tun, was sie am besten können? Die restlichen 80% arbeiten also unterhalb ihres möglichen Leistungsniveaus. Der wirtschaftliche Schaden dürfte sich im Milliardenbereich bewegen.

Hätte ich Sie nach ihren Schwächen gefragt, wäre ihre Antwort mit Sicherheit umfangreicher. Und genau hierin liegt das eigentliche Problem. Anstatt sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, widmen wir die größte Aufmerksamkeit unseren Schwächen.

Auf Schwäche konditioniert

Dieses Verhalten wird uns schon sehr früh anerzogen. Wenn Sie mit einer 1 in Deutsch und einer 4 in Englisch nach Hause gekommen sind, über welche Note haben sich ihre Eltern mit Ihnen am längsten unterhalten? Wahrscheinlich werden sie sich über die miserable vier geärgert haben. Natürlich sind gute Englischkenntnisse heutzutage absolut notwendig. Die angeborene Konzentration auf Schwächen anstatt auf Stärken verdeutlicht dieses Beispiel jedoch sehr gut.

Wenn Sie seit einiger Zeit in einer Beziehung leben, denken Sie dann jeden Morgen nach dem Aufstehen an all die guten Eigenschaften ihres Partners oder springen ihnen mit Vorliebe die negativen Seiten ins Auge?

Wir werden mit der Zeit scheinbar blind für alles positive, da es alltäglich wird und wir diesen Dingen keinen besonderen Wert mehr beimessen. Genauso verhält es sich mit unseren Stärken. Sie gehen im Alltag einfach unter, doch jedes noch so kleine Problem bahnt sich den Weg in unser Bewusstsein.

Was ist eine Stärke überhaupt?

Eine persönliche Stärke setzt sich zusammen aus dem angeborenen Talent, dem erworbenen Wissen und dem Training, dieses Talent und Wissen zu perfektionieren.

Stärke = Talent + Wissen + Können

Sie müssen Ihre Stärken kennen

Das folgende Beispiel soll Ihnen verdeutlichen, wie wichtig es ist, seine Stärken zu kennen: Angenommen Ihr natürliches Talent zur Disziplin hat auf einer Skala von eins bis zehn einen Wert von sieben. Die Fähigkeit zu führen ist bei ihnen mit einer vier ausgeprägt. Ihr Disziplin-Talent ist somit um drei Punkte höher. Der Faktor Talent ist also schon einmal abgehakt.

Bliebe noch Wissen und Können: Dieses können Sie sich, egal um welche Tätigkeit es sich handelt, jeweils nur im gleichen Maße aneignen. Ihre Stärke könnten Sie durch den Erwerb des nötigen Wissens und hartes Training bspw. um zwei Punkte erhöhen.

Ihre Stärke-Skala sieht nun folgendermaßen aus:

Ihre Fähigkeit zur Disziplin befindet sich auf Ebene 9 von 10. In dieser Tätigkeit sind Sie also beinahe perfekt. Mit der Aufgabe des Führens liegen Sie in Ebene sechs, im Mittelmaß.

Spätestens jetzt dürfte jedem klar sein, welchen Vorteil Sie sich verschaffen, wenn Sie sich auf ihre Stärken konzentrieren.

Eine Stärke kann jedoch nur entstehen, wenn Sie das nötige Talent bereits besitzen.

Bei dem Versuch eine Schwäche in eine Stärke umzuwandeln, können Sie nur scheitern. Egal wie viel Wissen und Training Sie investieren, an der Schraube Talent können Sie nichts mehr drehen.

Jede Schwächebekämpfung kostet unnötig viel Zeit und Energie. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit eines Burn Outs außerordentlich hoch.

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